Chorworkshop Stimmbildung im Nordkolleg in Rendsburg vom 02.–04.06.2023

Die­ses Pro­jekt wird im Rah­men des bun­des­wei­ten Pro­gramms IMPULS geför­dert. Mit dem För­der­pro­gramm IMPULS soll der Ama­teur­mu­sik in länd­li­chen Räu­men gehol­fen werden.

Die Stimm­bil­dung hat einer­seits in den wöchent­li­chen Chor­pro­ben nur sehr wenig Raum, sie ver­grö­ßert ande­rer­seits jedoch die Freude am Sin­gen und ver­bes­sert den Klang eines Chores. 

 

Die IMPULS-För­de­rung unse­res Chor­work­shops „Stimm­bil­dung“ an einem gemein­sa­men Wochen­ende war ein ech­tes Geschenk und ermög­lichte uns die Finan­zie­rung des Löwen­an­teils der Kosten.

Mit Julia Bött­cher-And­re­sen konn­ten wir neben unse­rem Chor­lei­ter Michael Hintz eine kom­pe­tente, sym­pa­thi­sche und erfah­rene Stimm-Coa­chin enga­gie­ren, die auf der Basis der funk­tio­na­len Stimm­päd­ago­gik viel Hilf­rei­ches für uns zu bie­ten hatte. Und mit dem Ver­an­stal­tungs­ort Nord­kol­leg in Rends­burg hat­ten wir durch deren Aus­rich­tung auf musi­ka­li­sche Semi­nare und Ver­an­stal­tun­gen beste Vor­aus­set­zun­gen und dazu eine nur kurze Anreise. So nah­men dann auch mehr als drei Vier­tel der akti­ven Klangfelder an dem Semi­nar teil.

 

Nach einem gemein­sa­men Start bei Kaf­fee und Kuchen gab es zunächst Infor­ma­tio­nen zur Stimm­bil­dung, die jeweils mit Übun­gen zur direk­ten Umset­zung ver­knüpft waren. Dabei stand die Atmung immer wie­der im Mit­tel­punkt, aber auch die Nut­zung von Zwerch­fell, Stimm­ap­pa­rat und Reso­nanz­räu­men wurde geübt. Nach Atmen und Tönen mach­ten wir uns an ein Lied, dabei gab es für jede Stimm­lage unter­schied­li­che Schwer­punkte hin­sicht­lich der Stimmbildung. 

Der Sopran erhielt bei­spiels­weise Hin­weise, wie hohe Töne leich­ter gelin­gen, der Alt konnte sein Stimm­vo­lu­men deut­lich stei­gern. Der Tenor bekam Tipps, um hohe Töne lau­ter mit stimm­li­chem Aus­druck sin­gen zu kön­nen, im Bass wurde an der Aus­drucks­stärke und der Prä­senz der Stimme im Chor­ge­füge gear­bei­tet. Dabei galt ein beson­de­res Augen­merk auch der Körpersprache.

 

Bewegung verändert die Stimme

So hatte bereits am ers­ten Abend jede und jeder den Ein­druck, per­sön­lich von der Stimm­bil­dung zu profitieren.

Am Sams­tag und Sonn­tag ver­knüpf­ten wir dann – wie­derum nach aus­führ­li­chem Atmen, Auf­wär­men und Tönen – die Stimm­bil­dung mit Lie­dern unse­res Reper­toires. Julia unter­stützte hier nun sehr kon­kret inner­halb der ein­zel­nen Stimm­grup­pen und sogar auch ein­zelne Sän­ge­rin­nen und Sän­ger, wodurch wir inner­halb kur­zer Zeit hören und spü­ren konn­ten, wie hilf­reich eine gezielte Stimm­bil­dung sein kann.

Durch­gän­gig merk­ten wir Jule und Micha an, dass sie ein ein­ge­spiel­tes Team sind und gerne zusam­men­ar­bei­ten. Ihre Moti­va­tion und Freude am Sin­gen waren ein­fach anste­ckend. Danke für die­ses Engagement!

Erfüllt und berei­chert been­de­ten wir die­sen wun­der­ba­ren Work­shop mit einem Abschluss­sin­gen – nun hof­fen wir, viel Gelern­tes mit in unsere wöchent­li­chen Pro­ben zu neh­men. Unser neu erar­bei­te­tes Klang­vo­lu­men wird hof­fent­lich bei künf­ti­gen Auf­trit­ten unser Publi­kum begeis­tern und viel­leicht sogar zu Neu­ein­trit­ten (Nach­wuchs) in unsere Chor­ge­mein­schaft führen.