Klang im Fokus: Drei intensive Tage im Nordkolleg Rendsburg
Vom 5. bis 7. Juni 2026 waren die Klangfelder wieder zu Gast im Nordkolleg in Rendsburg – und wieder hat sich der Aufenthalt in jeder Hinsicht gelohnt. Nette Atmosphäre und leckeres Essen: Das Nordkolleg bietet uns seit Jahren ideale Bedingungen, um drei Tage lang wirklich in die Musik einzutauchen.
Diesmal stand ein besonderes Thema im Mittelpunkt: die Klangbildung. Unser Chorleiter Michael Hintz hat sich in diesem Wochenende mit großer Sorgfalt und Leidenschaft der Frage gewidmet, wie wir als Chor noch geschlossener, voller und ausdrucksstärker klingen können. Klang entsteht eben nicht allein durch die Summe der Einzelstimmen – er entsteht durch gemeinsames Hören, durch Achtsamkeit füreinander und durch viel geduldige, detailreiche Arbeit. Genau das haben wir geübt.


Was wir geprobt haben
Auf dem Programm standen vier sehr unterschiedliche Stücke, die unsere Bandbreite schön zeigen:
Mad World – der melancholische Klassiker, den Gary Jules so unvergesslich interpretiert hat, fordert uns zu feiner Dynamik und einem ganz besonderen emotionalen Ausdruck auf.
Adiemus von Karl Jenkins – ein Werk, das mit einer erfundenen Vokalsprache arbeitet und gerade deshalb die reine Klangqualität in den Vordergrund rückt. Ein ideales Stück für einen Schwerpunkt auf Klangbildung.
The Ground von Ola Gjeilo – zeitgenössische Chormusik des norwegischen Komponisten, die mit ihrer ruhigen Tiefe und den weit gespannten Harmonien besondere Anforderungen an Intonation und Zusammenhalt stellt.
Und dann war da noch die kleine Überraschung des Wochenendes: Grown Up Christmas List – mitten im Sommer. Ja, wir haben im Juni schon an einem Weihnachtslied gearbeitet. Wer glaubt, das sei seltsam, hat noch nie erlebt, wie viel Vorlauf gute Chormusik braucht. Und vielleicht macht es die Dezemberkonzerte einfach noch ein bisschen schöner, wenn die Lieder mit so viel sommerlicher Geduld gewachsen sind.

Gemeinschaft, die trägt
Was unsere Chorwochenenden immer wieder besonders macht, ist nicht nur die Probenarbeit – es ist die Atmosphäre, die dabei entsteht. Auch in diesem Jahr war die Stimmung unter den Sängerinnen und Sängern herzlich, wertschätzend und fröhlich. In den Pausen und am Abend gab es genug Raum, um sich auch abseits der Noten näherzukommen: für Gespräche, die sonst im Alltag zu kurz kommen, für gemeinsames Lachen und für das gute Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, in der man sich wohlfühlt.
Genau das ist es, was einen Chor ausmacht – und was die Klangfelder seit Jahren zusammenhält.
Der Samstagabend war besonders: Wir durften einer Session der Musical-Academy Schleswig-Holstein (MASH) zuschauen. Eine schöne Abwechslung – mal nicht selbst auf der Bühne stehen, sondern einfach zuhören und genießen. Es war eine echte Freude, Menschen jeden Alters mit so viel Begeisterung und Talent zu erleben.
Neugierig geworden?
Wir proben jeden Montag ab 19:30 Uhr in der Kirche Flemhude und freuen uns über neue Gesichter im Bass und Tenor. Wer Lust hat, einfach mal reinzuschnuppern, ist herzlich willkommen. Kontakt und weitere Infos gibt es unter Kontakt.